Skip to content
Beratung
Konzept
Installationsplanung
Nullmessung
Messeinsätze
Auswertung

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Modernisierung von der Bahnstrecke Nummer 6078 wurde die neue Eisenbahnüberführung über die Oder zwischen Küstrin-Kietz auf deutscher Seite und dem polnischen Kostrzyn gebaut. Der Hauptteil der Überführung mit einer Gesamtlänge von 266 m ist eine Flutbogenbrücke mit 130 m Spannweite. Die Bogenbrücke ist die weltweit erste und bislang einzige Eisenbahnbrücke, bei der für maßgebliche Tragelemente (Hängernetz) der Hochleistungswerkstoff Carbon zum Einsatz kommt. Aufgrund des Prototypcharakters des Bauwerks erforderte seine Umsetzung eine Zustimmung im Einzelfall. Die geplanten Inspektionen des Bauwerks während des Betriebs vorsehen, das Rissbild an der Unterseite der Fahrbahnplatte des Bauwerks aufzunehmen und eine Risskartierung mit den entsprechenden Rissbreiten zu erstellen, unterstützt durch Messungen mit verteilten faseroptischen Sensoren (DFOS).

DFOS EÜ Oder

Bauwerk

Eisenbahnüberführung über die Oder

Ausführungszeitraum

06.2023 – 10.2024

Monitoringursache

Zustandsüberwachung vom Bauwerk und Monitoring ab „Stunde Null“ zur Erfassung von Dehnungs- und Risszustand der Fahrbahnplatte

Bauteil

Stahlbetonfahrbahnplatte

Sensoren

EpsilonSensor ⌀3 mm, Hersteller: Nerve-Sensors

Länge von Sensoren

16 Messstrecken von ca. 100 m, insg. 1 600 m

Installationsart

DFOS-Sensoren integriert mit dem Bewehrungskorb

Messungen und Messverfahren

Nullmessung, Funktionsüberprüfung nach der Betonage, Wiederholungsmessung nach Aufbringen aller Ausbaulasten und vor Inbetriebnahme
DSS: Rayleigh - Messverfahren

Die Eisenbahnüberführung über die Oder ist eine vierfeldrige Stahlverbundbrücke, bestehend aus einer Netzwerk-Stabbogenbrücke mit einer Stützweite von 130 m sowie einer Vorlandbrücke mit Stützweiten von jeweils ca. 45 m. Der Überbau der Strombrücke umfasst eine Fahrbahnplatte in Verbundbauweise, die an Schrägseilen aus Carbon aufgehängt ist.
Im Rahmen des Baus dieser Prototypenbrücke wurden messtechnische Untersuchungen zur Überprüfung der rechnerischen Bemessungsannahmen gefordert. Die geplanten Messungen sollten unter anderem die Identifizierung der Risse zu verschiedenen Zeitpunkten sowie die Überwachung ihres Verlaufs unter Gebrauchslasten ermöglichen.
Aufgrund der räumlichen Verteilung der zu erwartenden Risse wurden DFOS-Sensoren als geeignetes Messmittel eingesetzt. Als Liniensensoren ermöglichen sie eine genaue, ortsaufgelöste Erfassung von Rissen entlang des gesamten Sensorverlaufs – einschließlich Rissbreiten und ihrer zeitlichen Entwicklung. Darüber hinaus konnten durch die DFOS-Messungen bereits während der Erhärtungsphase Mikrorisse infolge der Betonhydratation flächendeckend erfasst und räumlich zugeordnet werden. Damit wurde eine datengestützte Grundlage für automatisierte Risskataster geschaffen.
Die Sensoren wurden gezielt in jenen Bereichen platziert, in denen durch den Schienenverkehr erhebliche Schnittkräfte zu erwarten sind: an den Plattenrändern in der Nähe der Längsträger, entlang der Gleisachsen, an den Schwellenrändern, unter den Streckengleisen sowie in der Brückenachse.

DFOS Sensoren an der EÜ Oder

Installation
Insgesamt wurden ca. 1.600 m DFOS-Sensoren eingebaut: 9 Sensoren à 100 m im Feldbereich ab Achse 10 sowie 7 Sensoren à 100 m von Achse 30 bis zur Spannweite der Strombrücke. Die Verlegung erfolgte vor der Betonage – die Sensoren wurden in der unteren Bewehrungslage positioniert und befestigt. Alle faseroptischen Anschlüsse wurden in Messkästen an der Plattenunterseite, in der Nähe der Pfeiler in den Achsen 10 und 30, zusammengeführt. Dies gewährleistet den Schutz der Sensoranschlüsse vor Beschädigungen und ermöglicht die Durchführung periodischer Messungen über die gesamte Nutzungsdauer des Bauwerks.

DFOS Sensoren an der EÜ Oder

Aktuelles

DBBS

Dresdner Brückenbausymposium 2026

Letzte Woche waren wir mit unserem Team auf dem Dresdner Brückenbausymposium vertreten und konnten an unserem Stand die aktuellen faseroptischen Lösungen präsentieren. Der Austausch mit Kollegen und Kolleginnen, Experten und Expertinnen aus dem Brückenbau war für uns besonders wertvoll – mit vielen spannenden Einblicken und neuen Perspektiven für die Zukunft.

Lesen

DFOS Fachtagung Bauwerksdiagnose

Fachtagung Bauwerksdiagnose 2026 in Münster

Letzte Woche waren wir mit einem gemeinsamen Ausstellerstand mit dem Fraunhofer IKTS im Rahmen des Forschungsprojekts “AcoustoSense: Erkennung akustischer Ereignisse durch Lichtwellenleiter mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung” auf der Fachtagung Bauwerksdiagnose 2026 an der FH Münster vertreten.

Lesen

TRABI DFOS Schienen

Abgeschlossene DFOS-Installation im TraBI-Projekt

Ein wichtiger Schritt im Forschungsprojekt TraBI (Track Bridge Interaction): die Installation der DFOS-Sensoren wurde erfolgreich abgeschlossen! An der Brücke in Elsterwerda wurden insgesamt 640 Meter faseroptischer DFOS-Sensoren installiert.

Lesen

Alle Meldungen

Kontakt Uns