Projektbeschreibung
Die Straßenbrücken im Zuge der Budapester Straße wurden in den Jahren 1963 bis 1968 projektiert und erbaut. Der Überbau besteht aus zwei voneinander getrennten Hauptzügen, in die jeweils ca. mittig eine Abfahrt einbindet. Die Brücke ist etwa 325 Meter lang und überspannt das westliche Gleisfeld des Dresdner Hauptbahnhofs, eine zweigleisige Strecke der Dresdner Straßenbahn und die Ammonstraße. Die Überbauten sind durchlaufend, mehrfeldrig und stellen im Endzustand Durchlaufträger dar. Diese Brücke ist eine wichtige Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und der Südvorstadt.
Das Ziel des DFOS-Monitorings besteht in der präzisen Erfassung von Rissbreitenänderungen und ggf. Identifikation neu entstandener Risse. Die messtechnische Überwachung ist generell als Langzeitmessung vorgesehen.
Bauwerk
10-feldrige Straßenbrücke
Ausführungszeitraum
11.2024 – 12.2025
Monitoringursache
Erfassung von Dehnungs- und Risszustand des Bauwerks
Bauteil
Spannbetonträger
Sensoren
EpsilonSensor ⌀3 mm, Hersteller: Nerve-Sensors
Länge von Sensoren
880 Meter
Installationsart
Verklebung in den Nuten auf der Unterseite von Überbauzügen a und c
Messungen und Messverfahren
Nullmessung, periodische Messungen während des Betriebs.
DSS: Rayleigh sowie DTS: Raman - Messverfahren
Langzeit-DFOS-Monitoring einer vorgespannten Straßenbrücke – Budapester Straße, Dresden
Die Brücke Budapester Straße ist ein ca. 325 m langer, mehrfeldriger Spannbeton-Durchlaufträger aus den 1960er-Jahren, der das westliche Gleisfeld des Dresdner Hauptbahnhofs überspannt. Die Konstruktion besteht aus zwei getrennten Überbauzügen mit jeweils 10 Feldern (Stützweiten 17,0–38,5 m).
Zur langfristigen Zustandsüberwachung wurden insgesamt ca. 880 m DFOS-Sensoren (EpsilonSensor, Ø 3 mm) auf den Überbauunterseiten in gefrästen Nuten mit Injektionsmörtel installiert. Die Sensorik wurde in sieben Messabschnitte je Überbauzug gegliedert und in fünf Installationsetappen realisiert. Der Einsatz von Dual-Faser-Sensoren (Single-Mode und Multi-Mode) ermöglicht die simultane Erfassung von Dehnungen mittels Rayleigh-Rückstreuung und Temperaturen mittels Raman-Rückstreuung über die gesamte Messstrecke.
Das Monitoring verfolgt zwei Kernziele: die Überwachung von Rissbreitenänderungen und die frühzeitige Identifikation neu entstehender Risse. Die verteilte Dehnungsmessung liefert präzise Informationen über Risslage und Rissbreitenentwicklung. Das System ist als zyklische Langzeitmessung konzipiert und unterstützt die laufende Bauwerksbewertung.



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